Wir fördern Kreativität und künstlerisches Erleben bei Kindern und Jugendlichen. Kunst, Musik und Theater eröffnen ihnen neue Wege des Ausdrucks, der Fantasie und des Lernens.
Kulturelle Bildung stärkt Persönlichkeit, Selbstbewusstsein und soziale Kompetenzen.
Natur, Jahreszeiten und Mythen dienen als Inspirationsquelle. Durch musikalische, bildnerische und theatrale Projekte entwickeln sie ästhetisches Empfinden, Ausdruckskraft und emotionale Sensibilität.
Crashkurs. Shakespeare
Das Projekt „Crashkurs. Shakespeare“ wurde während eines Ferien-Intensiv-Workshops durchgeführt. Kinder und Jugendliche lernten drei Komödien Shakespeares – Zwei Herren aus Verona, Was ihr wollt und Viel Lärm um nichts – anhand der kindgerechten Adaption „Beautiful Stories from Shakespeare“ von E. Nesbit kennen. Verkleidungen und Verwechslungen erleichterten den spielerischen Einstieg in Shakespeares Welt und das klassische Theater. Die Teilnehmer*innen setzten sich mit menschlicher Natur, gesellschaftlichen Strukturen und Geschlechterrollen auseinander. Rollenwechsel und geschlechterübergreifendes Spiel ermöglichten ein künstlerisches und pädagogisches Hinterfragen von Genderaspekten. Dabei waren die Kinder und Jugendlichen in allen Phasen aktiv beteiligt und trafen eigenständig kreative Entscheidungen.
Die bunte Farbpalette von Andersen
Das Projekt „Die bunte Farbpalette von Andersen“ fördert die künstlerische Erziehung von Kindern. Ausgewählte Märchen Hans Christian Andersens inspirieren die Teilnehmenden zu eigenen Kunstwerken und regen ihre Fantasie sowie Kreativität an. Beim Malen lernen sie Techniken wie Bleistift, Kohle, Pastell, Aquarell und Gouache sowie den Umgang mit Materialien und Komposition. Die Kinder tauschen ihre Ideen aus, analysieren gemeinsam ihre Arbeiten und setzen sich so auch mit Andersens Denkweise auseinander. Das Projekt verbindet kreatives Gestalten mit emotionaler und geistiger Entwicklung.
Kinder unter sich
Das Projekt „Kinderrechte“ ist ein Austausch zwischen Berlin und Chemnitz, bei dem Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren unter pädagogischer Begleitung dokumentarisches Theater entwickeln. Sie setzen sich mit Kinderrechten in Geschichte und Gegenwart auseinander und wählen selbst, ob sie Interviews führen, Texte spielen, Objekttheater entwickeln oder Videos produzieren. Literarische Werke wie Kurzgeschichten von Tschechow und Böll dienen als Inspirationsquelle. In der interaktiven Arbeit entstehen persönliche, greifbare Geschichten, die Parallelen zwischen damals und heute aufzeigen. Das Projekt bietet eine kreative Plattform, auf der Jugendliche unabhängig von Sprache, Hintergrund oder Mentalität gemeinsam experimentieren, Theatertechniken lernen und ihre Ideen umsetzen.
Magie des Zirkus
Der Zirkus als Biotop der Fantasie und Poesie inspiriert Kinder zu Kreativität, Selbstvertrauen und künstlerischem Ausdruck. Die Teilnehmenden lassen sich von Zirkusbildern von Marc Chagall, Filmmusik von Charlie Chaplin und anderen Kunstwerken inspirieren und setzen ihre Ideen in Skizzen und Gemälden um. Begleitet von Zirkusmusik lernen sie einfache Instrumente wie Trommel, Flöte und Xylophon kennen und erleben Rhythmus spielerisch mit Körper und Gruppe. Die Kinder experimentieren, sammeln Erfahrungen und entdecken ihren Platz in der Gemeinschaft. Grundlagen des Zeichnens und Malens sowie der Umgang mit Materialien und Komposition werden vermittelt. Am Ende präsentieren die Kinder ihre Kunstwerke und Musikeinlagen in einer Ausstellung und teilen ihre Eindrücke mit dem Publikum.
Märchen in der Musik
Das Projekt richtet sich an Kinder von 4 bis 7 Jahren. Kleinkinder werden angeregt, gemeinsam zu musizieren, Musik zu hören und Ihre Impressionen zu äußern. Stimmbildung, Lieder, Klanggeschichten und Zuhören der Melodien erwecken den Spaß an der Musik. Durch musikalische Kinderspiele, Tänze und durch das gemeinsame Singen können die Kinder zusammen ohne vorgegebene Leistungserwartungen die eigene Stimme und den eigenen Körper entdecken und Freude daran haben. Der Unterricht wird in einer spielerischen Form konzipiert. Es wird gespielt, gesprochen, gemalt, gezeichnet, getanzt, experimentiert und kreiert. Kombination Literatur und Musik erleichtert der Kindern den Weg sich zu äußern und beide Künste tiefer zu verstehen.
Mythos Geste
Unser zweiteiliges Projekt stützt sich auf die Mythen und Legenden des antiken Griechenlands, die für Jugendliche in Deutschland besonders zugänglich und lebendig sind. Die Geschichten enthalten Götter, Halbgötter, Helden und Titanen, deren Beziehungen und Konflikte als Trainingshandbuch für das Handeln einzelner Figuren und Gruppen dienen. Grundlage der Methodik ist die Analyse antiker Bildquellen, die Gestik, Pose und äußere Merkmale der Figuren zeigen. Gleichzeitig wird die literarische Handlung betrachtet, um die verborgene, innere Dimension der Mythen zu entdecken. Das Projekt kombiniert so das Training äußerer Gestik mit der Erschließung von Inhalten durch Text und Sprache. Ziel ist es, sowohl die sichtbare als auch die verborgene Bedeutung der Mythen zu verstehen und darzustellen.
Singen in aller Jahreszeiten
Komponisten aller Zeiten haben oft Werke der Natur und den Jahreszeiten gewidmet, von Janequin über Vivaldi und Haydn bis zu Tschaikowski, Beethoven und Mahler. Jede Jahreszeit hat ihre eigene Stimmung und Farbe, die in Musik, Bildern und Landschaftsdarstellungen künstlerisch umgesetzt werden kann. Musik kann Naturgeräusche, Tageszeiten, Wetter und Landschaften darstellen und sensibilisiert Kinder für Details, Schönheit und Vielfalt von Klängen und Gefühlen. Im Projekt werden diese Zusammenhänge erforscht, und die Teilnehmenden lernen aktives Zuhören und musische Ausdrucksformen kennen. Schwerpunkt ist der Gesang von Volksliedern verschiedener Völker zu den Jahreszeiten, ergänzt durch Bewegung mit musikalischer Begleitung und darstellendes Spiel. Dabei werden musikalische Grundlagen wie Rhythmus, Tonart, Harmonie und Orchesterpraxis vermittelt.
Kinder und Jugendliche werden in ihrer Kreativität gefördert. Theater, Musik und bildnerische Kunst eröffnen ihnen neue Ausdrucksformen und spielerische Lernwege.